Propaganda
Published by admin Februar 9th, 2009 in Allgemein.Ein großes Problem im Konflikt in Israel ist, dass es anscheinend viele Wahrheiten gibt. Das alleine, also ohne die Informationen der Gegenseite zu prüfen, macht es meinen Lesern schon schwer, mit zu glauben. Wenn jemand das Gegenteil von mir behauptet, wird die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte liegen. Dies ist jedoch kein universales Gesetz, es kann also durchaus sein, dass eine Seite recht hat und die andere lügt.
In der Diskussion zu meinem Eintrag “unkorrekter Witz”, habe ich einen Link gepostet, der zeigt, wie man im Iran die Harry Potter Filme als zionistische Propaganda analysiert http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/Page/VideoPlayer&cid=1194419829128&videoId=1233050192571. Hier sieht man deutlich, dass es einige Leute im Iran nicht so ernst nehmen mit der Wahrheit und sich einfach irgendetwas zusammenreimen. Auch das nächste Beispiel verdeutlicht das sehr gut, jedoch im Fall der Palästinenser. Ich habe den Beitrag auf einer anderen Website gefunden, es ist ein Ausschnitt aus dem Buch “Der ewige Sündenbock” von Tilman Tarach (ich weiß nicht warum die Schrift sich mitten im Text ändert, ich konnte es nicht anders hinbekommen):
Zur Untermauerung der Idee, wonach Palästinenser immer die Opfer sind, wird in verschiedenen Medien und bei allerlei sonstigen Gelegenheiten gerne ein anderes Bild – diesmal von ›Reuters‹ – vorgeführt, hier entnommen aus einem antiisraelischen Boykottaufruf britischer Muslime (Bild oben links; mit »Dates« sind Datteln gemeint) und aus der offiziellen Webseite der ägyptischen Regierung (Bild oben rechts; im Text heißt es: »Gang soldiers arrest a helpless terrified Palestinian girl«). Die Botschaft also: das israelische Militär vergreift sich gar an Kindern, hier an einem palästinensischen Mädchen, das sich vor Angst schon in die Hose uriniert hat.
Nicht gezeigt wird ein anderes, kurz zuvor aufgenommenes Bild, welches das gleiche Kind zeigt: das Mädchen entpuppt sich als steinewerfender Junge, der vor den israelischen Polizisten genausowenig Angst hat wie seine Kameraden (Bild links unten). Und in einem einige Tage später aufgenommenen Bild wird der Propaganda-Erfolg dann gefeiert: Yassir Arafat präsentiert in seinem Büro in Ramallah stolz den kleinen Steinewerfer, der das Reuters-Bild als Beleg für seine Heldentat in die Kamera hält; viel kann dem armen Märtyrer also nicht passiert sein – wahrscheinlich haben die Israelis ihn als »kleines Arschloch« bezeichnet, weil er mal wieder Steine auf betende Juden an der Klagemauer geworfen hatte, und ihn dann laufenlassen. Unten rechts sieht man, wie das Bild schließlich auf europäischen Demonstrationen als Poster mitgeführt wird. Die hinzugefügte Bildunterschrift klagt Israel mal wieder der Unverhältnismäßigkeit an: »Israel calls this Self Defense!«






Sergio,
ich verstehe dich wirklich nicht. Du versuchst die Terrororganisationen allen Mitteln zu verteidigen, auch wenn es überhaupt keinen Sinn macht. Wo bitte schön wird der Junge von Israel oder mir instrumentalisiert??? Die Bilder zeigen doch deutlich was passiert ist und wie Arafat ihn beglückwünscht, das ist Instrumentalisierung, aber nicht wenn ich darüber berichte. Wo ist denn da die Instrumentalisierung?
Und was hat der Artikel in deinem Link über die Wahlen in Israel mit dieser Geschichte zu tun?